Der Kath. Seelsorgerat des Kantons Luzern KSRL sucht neue Mitglieder

Vernetzung, Zusammenarbeit, Austausch, Unterstützung und Weiterbildung vor allem von freiwillig Engagierten sind zentrale Anliegen des KSRL seit seinem Bestehen ab 1970. Dazu organisiert der KSRL u.a. jährlich Austauschtreffen für Pfarreiratspräsidierende sowie eine Impulstagung für kirchliche Mitarbeitende. Im Hirtenwort vom 27. Jan. 2013 schreibt Bischof Felix: «Das Gebot der Stunde für die Kirche in unserem Bistum heisst Zusammenarbeit.“

karteAm Samstag, 14.10.2017 lud Karl Mattmüller, Präsident des Katholischen Seelsorgerates des Kantons Luzern zur eine Kulturreise auf die Klosterinsel Reichenau, UNESCO Weltkulturerbe St. Peter und Paul Niederzell ein. Ueber 30 interessierte Besucherinnen und Besucher fuhren mit einen Car morgens bei Nebel zur Kaffepaus ins Hotel "mein Inselglück" Reichenau. Unter kundiger Leitung und seinen profunder Kentnisse von Guido Bühlmann, Kunsthistoriker, starteten wir unsere Besichtigung mit der St. Peter und Paul Kirche in Niederzell.

Wo haben wir uns auch schon fremdgefühlt? Was half uns sich wieder Heimat zu schaffen?

TorbogenZu dieser Herbsttagung am Samstag, 21. Oktober 2017, 9.00 Uhr – ca. 15.00 Uhr ins Centro Papa Giovanni, Seetalstrasse 16, Emmenbrücke sind besonders eingeladen:
Kirchenräte, Pfarrei- und Pastoralraumräte, Missionare, Consiglio Pastorale der einzelnen Missionen, Pastoralteams, Mitglieder der Delegiertenversammlung der Migrantenseelsorge, Leitungen der Pfarreien und Pastoralräume

Die Erfahrung, dass wir „fremd“ sind oder uns zumindest so fühlen, haben die meisten Menschen schon mehrfach gemacht. Auf Reisen für eine kurze Zeit; nach Umzügen bis man Fuss am neuen Ort gefasst hat; als Auswanderer oder Migrantin nicht selten über viele Jahre hinweg.

Kirche in der Nähe sein – lokale Kirchenentwicklung

Die Herbst-Tagung 2015 «Kleine christliche Gemeinschaften – Theorie und Praxis lokaler Kirchenentwicklung» (Erfahrungsbericht aus dem Pastoralraum Neuhausen-Hallau, Kanton Schaffhausen) hat einiges bewegt.

Die Tagung «Miteinander Kirche in der Nähe sein» wird deshalb das Thema «Lokale Kirchenentwicklung» weiterführen. Damian Kaeser-Casutt vom Pastoralamt des Bistums St. Gallen, Abteilung Pastorale Entwicklung und Beratung, wird zusammen mit einer engagierten Freiwilligen und Pfarreisekretärin aus der Seelsorgeeinheit Magdenau das Projekt «Neuland – ein Prozess, um Miteinander
Kirche in der Nähe zu sein» vorstellen.

Der Kath. Seelsorgerat des Kantons Luzern KSRL ladet wie in 2016 Seelsorgende, Pfarrei- und Kirchenräte und weitere interessierte kirchliche Mitarbeitende einschliesslich Ehepartner ein zu einer
Kulturreise auf die Klosterinsel Reichenau (Bodensee)

Die Kloster-Insel Reichenau ist seit 2000 UNESCO-Weltkulturerbe. Diekarte gut erhaltenen Kirchen der Insel bieten hervorragende Beispiele der klösterlichen Architektur des 10. und 11. Jahrhunderts und zeugen von der enormen kulturhistorischen Bedeutung des Klosters. Die restaurierten Wandmalereien in St. Georg Oberzell machen die Reichenau zu einem kunsthistorischen Zentrum der europäischen Kunstgeschichte.

Seit zehn Jahren treffen sich im «Café Grüezi» in Buchrain Menschen aus der Gemeinde und der ganzen Welt. Dafür wird das Integrationsangebot der Pfarrei und Kirchgemeinde jetzt mit dem 4. «Dank Dir!»-Preis der katholischen Kirche im Kanton Luzern ausgezeichnet.

«Pionierarbeit» sei in Buchrain geleistet worden, stellt die Jury in ihrem Bericht fest. Das «Café Grüezi» sei entstanden, lange bevor «Asyl» zu einem die Politik bestimmenden Thema wurde. Und in einer «gut situierten Gemeinde mit einem nur mittleren Ausländeranteil», in der es «möglicherweise mehr Mut und Überzeugungsarbeit» brauche, sich für Asylsuchende und Flüchtlinge einzusetzen.

Der 4. «Dank Dir!»-Preis macht am Beispiel Buchrain stellvertretend sichtbar, was in vielen Luzerner Kirchgemeinden und Pfarreien geschieht: Frauen und Männer setzen sich selbstverständlich und im Stillen für Menschen ein, die auf der Flucht in ihrer Gemeinde gestrandet sind. Das «Café Grüezi» will ihnen hier eine Ahnung von Heimat verschaffen. Getragen wird es von der katholischen Kirchgemeinde, beteiligt sind die reformierte Kirche und der «FrauenImpuls» Buchrain.

Als «Kirche» sind wir ein Leib mit vielen Gliedern. Deshalb kann z. B. das Auge nicht zur Hand sagen: «Ich bin nicht auf dich angewiesen.» (1 Kor 12,21). Und so sagt auch Bischof Felix Gmür:
„Das Gebot der Stunde für die Kirche in unserem Bistum heisst Zusammenarbeit.»

Zusammenarbeit fördern, miteinander und voneinander lernen, sich kennenlernen – dies sind Ziele der jährlichen Austausch- und Weiterbildungsabende für Präsidierende von Pfarrei- und Pastoralraumräten. Sie können auch gerne andere Ratsmitglieder delegieren.

2018 wollen wir uns über unsere Schwerpunkte im Pfarrei- bzw. Pastoralraumrat austauschen: An welchen Projekten arbeiten wir? Welches sind wiederkehrende Themen/Fragen/Anliegen? Wofür verwenden wir am meisten Zeit und Energie? Was macht am meisten Freude? Wo bräuchten wir Unterstützung?

Betroffen über die täglichen Nachrichten von Krieg, Terror, Flüchtlingselend oder Verfolgung fragt sich der KSRL, welche Zeichen für Frieden und Solidarität möglich sind. Schweigen für den Frieden, vor der Jesuitenkirche Luzern, Dezember 2012   Wiederholt wurde in der Stadt Luzern ein halbstündiges „Schweigen für den Frieden“ auf dem Kornmarkt durchgeführt. Im Gespräch mit den bisherigen Organisatoren ergab sich die Option, für solche Zeichen weitere Personen bzw. Organisationen zu gewinnen, um ein „Schweigen für den Frieden“ auch in anderen Regionen und Orten des Kantons mit einem einheitlichen Transparent durchzuführen.

Der KSRL bittet Interessierte aus Pfarreien, Pfarreiräten oder anderen kirchlichen und nichtkirchlichen Gruppen sich beim Präsidenten des KSRL, Mail oder  Tel. 041 930 12 11, zu melden.

Die nächsten Termine für ein Schweigen für den Frieden auf dem Kornmarkt Luzern entnehmen Sie aus dem Flyer.