Die Freude aus dem Evangelium kann nichts und niemand uns je nehmen (vgl. Joh 16,22). Die Übel unserer Welt – und die der Kirche – dürften niemals Entschuldigungen sein, um unseren Einsatz und unseren Eifer zu verringern. Betrachten wir sie als Herausforderungen, um zu wachsen. Außerdem ist der Blick des Glaubens fähig, das Licht zu erkennen, das der Heilige Geist immer inmitten der Dunkelheit verbreitet. Er vergisst nicht, dass » wo die Sünde mächtig wurde, die Gnade übergroß geworden ist « (Röm 5,20). Unser Glaube ist herausgefordert, den Wein zu erahnen, in den das Wasser verwandelt werden kann, und den Weizen zu entdecken, der inmitten des Unkrauts wächst. (84)

 

15 impuls 0317In einer Welt so vieler Veränderungen und Krisen,
so vieler Herausforderungen,
aber auch so
vieler Chancen für die Zukunft
 brauchen wir mehr als
nur Lehren und Ideologien.
Wir brauchen Geist.

Jon Sobrino

                Foto: Gregor Gander


Fragen:
Wo oder wann lassen wir uns die Freude aus dem Evangelium verderben?
Lassen wir uns von den «Übeln in unserer Welt und der Kirche» lähmen oder sind sie für uns eine Herausforderung?
Worauf legen wir den Fokus unserer Aufmerksamkeit: mehr auf das Negative oder das Positive, mehr auf das Unkraut oder auf den Weizen?

Spiritueller Impuls 03-2017