Um den missionarischen Eifer lebendig zu halten, ist ein entschiedenes Vertrauen auf den Heiligen Geist vonnöten, denn er »nimmt sich unserer Schwachheit an« (Röm 8,26). Aber dieses großherzige Vertrauen muss genährt werden, und dafür müssen wir den Heiligen Geist beständig anrufen. Er kann alles heilen, was uns im missionarischen Bemühen schwächt. Es ist wahr, dass dieses Vertrauen auf den Unsichtbaren in uns ein gewisses Schwindelgefühl hervorrufen kann: Es ist wie ein Eintauchen in ein Meer, wo wir nicht wissen, was auf uns zukommen wird. Ich selbst habe das viele Male erlebt. Es gibt aber keine größere Freiheit, als sich vom Heiligen Geist tragen zu lassen, darauf zu verzichten, alles berechnen und kontrollieren zu wollen, und zu erlauben, dass er uns erleuchtet, uns führt, uns Orientierung gibt und uns treibt, wohin er will. Er weiß gut, was zu jeder Zeit und in jedem Moment notwendig ist. Das heißt, in geheimnisvoller Weise fruchtbar sein! (280)

 

18 impuls 0617

 

Komm herab, o Heil‘ger Geist,

der die finstre Nacht zerreisst,

strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt,

komm, der gute Gaben gibt,

komm, der jedes Herz erhellt.

aus der Pfingstsequenz

  

     Foto: Gregor Gander

Fragen:
Wann oder wie spüre ich die Kraft des Heiligen Geistes?
Kann ich mich, können wir uns gegenseitig mit unseren Schwächen annehmen?
Kann ich mich auf etwas einlassen, ohne im voraus zu wissen, was alles auf mich zukommt?

Spiritueller Impuls 06-2017