Aus reiner Gnade zieht Gott uns an, um uns mit sich zu vereinen. Er sendet seinen Geist in unsere Herzen, um uns zu seinen Kindern zu machen, um uns zu verwandeln und uns fähig zu machen, mit unserem Leben auf seine Liebe zu antworten. Die Kirche ist von Jesus Christus gesandt als das von Gott angebotene Sakrament des Heiles. Durch ihr evangelisierendes Tun arbeitet sie mit als Werkzeug der göttlichen Gnade, die unaufhörlich und jenseits jeder möglichen Kontrolle wirkt. Benedikt XVI. hat dies treffend zum Ausdruck gebracht: »Daher ist es wichtig, immer zu wissen, dass das erste Wort, die wahre Initiative, das wahre Tun von Gott kommt, und nur indem wir uns in diese göttliche Initiative einfügen, nur indem wir diese göttliche Initiative erbitten, können auch wir – mit ihm und in ihm – zu Evangelisierern werden.« Das Prinzip des Primats der Gnade muss ein Leuchtfeuer sein.

 

19 impuls 0717

 

"Hier sitze ich neben dir,", sagte Gott zu seinem eifrigen Anhänger, "und du zerbrichst dir den Kopf weiter über mich, du bemühst deine Zunge, um über mich zu reden, und Bücher, um über mich zu lesen. Wann wirst du endlich still und spürst mich?"

Anthony de Mello

 

 

         Foto: Gregor Gander


Fragen:
Sind wir uns bewusst, dass wir vor allem unserem Tun Geliebte Gottes sind?
Gottes Geist macht uns zu seinen Kindern: Gehen wir dementsprechend miteinander um?
Gebe ich, geben wir Antwort auf die uns geschenkte Liebe Gottes?

Spiritueller Impuls 07-2017