Wie der Glaube „un-glaub-lich“ Kraft schenkt
80 Personen aus 30 Pfarreien fanden sich am 29. Oktober in der Klosterherberge Baldegg zu einer Impulstagung ein. Sie befassten sich mit der  Kraft des Glaubens, die oft „un-glaubl-ich“ sei. In sieben Workshops kam eine bunte Vielfalt von Glaubenserfahrungen zusammen. Es zeigte sich, dass der Glaube auch in einer säkularisierten Gesellschaft lebt.

tagung2016 2Es begann mit einem Wortspiel. Das Wort „unglaublich“ wurde in der Einleitung zur Tagung mit Bindestrichen unterteilt, so dass nach der ersten Silbe „un“ der Begriff „Glaube“ anklingt und „Ich“ zu lesen war, also „un-glaubl-ich“.
Die 80 Teilnehmenden des alljährlich stattfindenden Impuls-Treffens des Kantonalen Seelsorgerates Luzern, konnten sich in sieben Workshops mit der Frage befassen: Welche besondere und vielleicht überraschende, eben unglaubliche Kraft schenkt mir der Glaube? Eine Politikerin, ein Priester-Schriftsteller, eine Musikerin, ein Landwirt, eine Künstlerin, eine Sucherin und eine Ärztin leiteten die Ateliers.

Eine neue Art Kirche sein

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Wie kann/soll die Kirche der Zukunft leben? Mit dieser Frage befassten sich rund 50 Personen aus 26 Pfarreien bei der diesjährigen Herbst-Impuls-Tagung des Kath. Seelsorgerates des Kantons Luzern am 24. Okt. 2015 in Baldegg. Die Tagung stand unter dem Thema „Kleine christliche Gemeinschaften – Theorie und Praxis lokaler Kirchenentwicklung“. Referenten waren Pastoralraumpfarrer Hans Zünd (ehemals Pastoralamtsleiter des Bistums Basel) und die Moderatorinnen Susi Limacher und Hilde Müller von Ortsgemeinschaften aus dem Pastoralraum Neuhausen-Hallau (Kanton Schaffhausen).

Wir, die Verstecke des grossen Gottes 

Unter dem Titel «Gott ist anders» hinterfragte die Impulstagung des Katholischen Seelsorgerats am 20. September in der Klosterherberge Baldegg herkömmliche Gottesbilder. Zu den Leitern der Workshops gehörten auch Olympiasieger Pirmin Zurbriggen und alt Regierungsrat Anton Schwingruber.

Aus Anlass der Feiern zum 50-Jahre-Jubiläum des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965) lud der Katholische Seelsorgerat des Kantons Luzern (KSRL) zur Herbstimpulstagung «Gott ist anders» ein. Für einmal befassten sich die 75 Teilnehmenden nicht mit innerkirchlichen Strukturen, sondern in acht Workshops mit dem Zentrum allen Glaubens – Gott.

Der ehemalige Luzerner Regierungsrat Anton Schwingruber begrüsste den Wandel der Gottesbilder: «Wir haben heute ein unverkrampfteres Gottesbild als früher.» Heutige Kinder würden mit einem liebevolleren Gottesbild aufwachsen als Kinder früher und das sei gut so. Schwingruber wies in dem von ihm geleiteten Workshop «Gott in der Politik» auf den positiven Sinn der Relgionsfreiheit hin, nach welcher der Staat einen Menschen in seiner Religionsausübung nicht beeinträchtigen dürfe.

Der Seelsorgerat führte am 11./12.11. 2011 seinen Impulstag gemeinsam mit der IKB (Fachstelle Information Kirchliche Berufe), der Theologischen Fakultät, dem Religionspädagogischen Insitut der Uni Luzern und der Fachstelle für Pfarreientwicklung und Diakon der Landeskirche durch.

Das Thema lautete:
Religion und Kirche in unübersichtlicher Zeit

In einer Gesellschaft, die von Säkularisierung geprägt ist und in einer Kirche im Umbruch braucht es neue Hoffnung und neue Visionen. Es geht darum, sich mit Mut und Zuversicht den Aufgaben zu stellen, die uns Menschen «in einer unübersichtlich gewordenen Zeit» herausfordern. Freiwillig in der Kirche Engagierte, Ordensmenschen und kirchliche Berufsleute laden wir herzlich zu dieser Tagung ein, um gemeinsam über die anstehenden Fragen nachzudenken und mögliche Schritte in die Zukunft zu entdecken.
Die Tagung gibt zu denken und ermutigt zum Handeln:
■ An der Basis, in Pfarreien und Pastoralräumen – Gemeinschaft gestalten
■ Glauben leben und weitergeben – als Eltern und ReligionspädagogInnen
■ Wertschätzendes Miteinander – Freiwillige und Hauptamtliche
■ Menschen begleiten – zur je persönliche Berufung in Gesellschaft und Kirche
■ Mit Abschieden leben lernen – Zeit und Kraft gewinnen für Neuanfänge