Der Kath. Seelsorgerat des Kantons Luzern KSRL sucht neue Mitglieder

Vernetzung, Zusammenarbeit, Austausch, Unterstützung und Weiterbildung vor allem von freiwillig Engagierten sind zentrale Anliegen des KSRL seit seinem Bestehen ab 1970. Dazu organisiert der KSRL u.a. jährlich Austauschtreffen für Pfarreiratspräsidierende sowie eine Impulstagung für kirchliche Mitarbeitende. Im Hirtenwort vom 27. Jan. 2013 schreibt Bischof Felix: «Das Gebot der Stunde für die Kirche in unserem Bistum heisst Zusammenarbeit.“

Kirche in der Nähe sein – lokale Kirchenentwicklung

Die Herbst-Tagung 2015 «Kleine christliche Gemeinschaften – Theorie und Praxis lokaler Kirchenentwicklung» (Erfahrungsbericht aus dem Pastoralraum Neuhausen-Hallau, Kanton Schaffhausen) hat einiges bewegt.

Die Tagung «Miteinander Kirche in der Nähe sein» wird deshalb das Thema «Lokale Kirchenentwicklung» weiterführen. Damian Kaeser-Casutt vom Pastoralamt des Bistums St. Gallen, Abteilung Pastorale Entwicklung und Beratung, wird zusammen mit einer engagierten Freiwilligen und Pfarreisekretärin aus der Seelsorgeeinheit Magdenau das Projekt «Neuland – ein Prozess, um Miteinander
Kirche in der Nähe zu sein» vorstellen.

Als «Kirche» sind wir ein Leib mit vielen Gliedern. Deshalb kann z. B. das Auge nicht zur Hand sagen: «Ich bin nicht auf dich angewiesen.» (1 Kor 12,21). Und so sagt auch Bischof Felix Gmür:
„Das Gebot der Stunde für die Kirche in unserem Bistum heisst Zusammenarbeit.»

Zusammenarbeit fördern, miteinander und voneinander lernen, sich kennenlernen – dies sind Ziele der jährlichen Austausch- und Weiterbildungsabende für Präsidierende von Pfarrei- und Pastoralraumräten. Sie können auch gerne andere Ratsmitglieder delegieren.

2018 wollen wir uns über unsere Schwerpunkte im Pfarrei- bzw. Pastoralraumrat austauschen: An welchen Projekten arbeiten wir? Welches sind wiederkehrende Themen/Fragen/Anliegen? Wofür verwenden wir am meisten Zeit und Energie? Was macht am meisten Freude? Wo bräuchten wir Unterstützung?

Die traditionelle Herbsttagung des Katholischen Seelsorgerates des Kantons Luzern/KSRL wurde dieses Jahr von einer breiteren Trägerschaft organisiert. tagung 2017 02Neben dem Rat beteiligten sich auch das Bischofsvikariat St. Viktor sowie die Pastoralkommission Migrantenseelsorge des Kantons Luzern an der Vorbereitung. Das Treffen fand mit 55 Teilnehmenden am 21. Oktober im Centro Papa Giovanni, Emmenbrücke, statt.

Das Motto hiess: „Dazu gehören – fremd sein“. Das Ziel: Einheimische der Pfarreien und ausländische Gläubige der Ausländermissionen arbeiten enger zusammenarbeiten.

 

Am Samstag, 14.10.2017 lud Karl Mattmüller, Präsident des Katholischen Seelsorgerates des Kantons Luzern, zu einer Kulturreise auf die Klosterinsel Reichenau ein. Ueber 30 interessierte Besucherinnen und Besucher fuhren mit einen Car morgens bei Nebel zur Kaffepause ins Hotel "mein Inselglück" Reichenau. Unter kundiger Leitung und den profunden Kentnissen von Guido Bühlmann, Kunsthistoriker, starteten wir unsere Besichtigung mit der St. Peter und Paul Kirche in Niederzell. Der Präsident Karl Mattmüller eröffnete nach der Begrüssung die Fahrt mit einem Morgengebet. Eindrücklich waren seine Ausführungen zum Gartengedicht „Hortulus“ des Walahfrid Strabo im Kontext des politischen Zeitgeschehens sowie über den Reichenauer Mönch Hermann der Lahme, dem möglichen Verfasser des „Salve Regina“.

planReichenau ist eine bewohnte Insel im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg und die größte Insel im Bodensee. Seit 2000 ist sie mit dem Kloster Reichenau auf der UNESCO-Liste als Welterbe verzeichnet. Die Insel sei, so die UNESCO in ihrer Begründung, ein herausragendes Zeugnis der religiösen und kulturellen Rolle eines großen Benediktinerklosters im Mittelalter. Zudem wird die mittelalterliche Buchmalerei der Insel Reichenau mit 10 Handschriften 2003 in das UNESCO Register Memory of the World - Gedächtnis der Menschheit -aufgenommen. Mit Ausnahme von zwei Blättern in der Schatzkammer des Münsters sind diese Werke nicht mehr auf der Reichenau. Die Blütezeiten des Klosters reichen mit der karolingischen Renaissance, als Goldenes Zeitalter von 750 – 900, und der ottonischen Renaissance, als Silbernes Zeitalter, vom 10. bis ins 11. Jahrhundert. Das Kloster wurde 724 durch den Wanderbischof Pirmin gegründet.

Ein wichtiger Erwerbszweig der Bevölkerung ist der Gemüseanbau mit einer jährlichen Produktion von 12000 Tonnen Frischgemüse. Der Winzerverein vertritt den Weinanbau auf der Insel Reichenau und hat seine Kellereianlagen im alten Klosterkeller neben dem Münster.

Betroffen über die täglichen Nachrichten von Krieg, Terror, Flüchtlingselend oder Verfolgung fragt sich der KSRL, welche Zeichen für Frieden und Solidarität möglich sind. Schweigen für den Frieden, vor der Jesuitenkirche Luzern, Dezember 2012   Wiederholt wurde in der Stadt Luzern ein halbstündiges „Schweigen für den Frieden“ auf dem Kornmarkt durchgeführt. Im Gespräch mit den bisherigen Organisatoren ergab sich die Option, für solche Zeichen weitere Personen bzw. Organisationen zu gewinnen, um ein „Schweigen für den Frieden“ auch in anderen Regionen und Orten des Kantons mit einem einheitlichen Transparent durchzuführen.

Der KSRL bittet Interessierte aus Pfarreien, Pfarreiräten oder anderen kirchlichen und nichtkirchlichen Gruppen sich beim Präsidenten des KSRL, Mail oder  Tel. 041 930 12 11, zu melden.

Die nächsten Termine für ein Schweigen für den Frieden auf dem Kornmarkt Luzern entnehmen Sie aus dem Flyer.