• Kirche ist Kirche,
    wenn sie für andere da ist






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Jahresbericht 2009 "Pastoralräume sind in den Köpfen noch nicht verankert"

Der Seelsorgerat unterstützt die Laien und Freiwilligen in den Pfarreien. Er fördert die Pfarreiräte und setzt sich für die Anliegen der Freiwilligen im Bistum
ein. Er sichert die Vernetzung mit anderen Seelsorgeräten im Bistum Basel und in der übrigen Schweiz.

Verabschiedung von Willy Bünter
Am Jahresabschluss des Seelsorgerates in Rothenburg wurde Willy Bünter verabschiedet. Er hat den Seelsorgerat von Anfang an begleitet und war auch selber 20 Jahre Mitglied des Rates. Mit seinem Engagement als Redaktor des „Auftrag“ und des kantonalen Pfarreiblattes ist er als Kämpfer für eine aufgeschlossene Kirche weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt geworden. Mit dem gleichen Eifer hat
er auch im Seelsorgerat Themen eingebracht und uns für Ideen und Projekte immer wieder begeistern könne. Wir danken Willy Bünter für seine unermüdliche Arbeit.

Busssakrament
Der Seelsorgerat hat wahrgenommen, dass die Änderung bei den Bussfeiern die Gläubigen stark verunsichert hat. Auf der Basis des heutigen Priestermangels wurde der Aufruf zur Einzelbeichte als realitätsfremd bezeichnet. Ein persönliches Beichtgespräch mit einem Priester den man persönlich kennt und in den man Vertrauen hat, kann sehr befreiend sein und ein solches Beichtgespräch ist für schwere Sünden
sicher Pflicht. Aber die Menschen haben die Bussfeiern lieb gewonnen und im Aufrichtigen bereuen der täglichen kleinen Sünden haben sie bei diesen Feiern als eine Befreiung empfunden. Das Verbot der Absolution in den Busfeiern ist aus theologischer Sicht begründbar, hat aber die Gläubigen schwer enttäuscht. Diese Enttäuschung haben wir der Bistumsleitung mitgeteilt.

Pastoralräume
Die Bildung der Pastoralräume hat im Kanton Luzern begonnen. Viele Pfarreien sind mit den vorgeschlagenen Pastoralräumen einverstanden. Einige Pfarreien wollen alleine bleiben oder denken, dass sich gegenüber heute nicht viel verändern wird. In den Köpfen der Gläubigen ist die Pastoralraumidee noch nicht verankert. Deshalb
erarbeitet der Seelsorgerat einen Leitfaden für die Arbeit der Laien in den neuen Pastoralräumen und möchte diesen, beim Start der ersten Pastoralräume im Jahr 2011, den Verantwortlichen für die Betreuung der Freiwilligen abgeben. Der Leitfaden soll darüber hinaus auch die praktische Arbeit der Laien und Freiwilligen in den Pfarreien unterstützen und die Zusammenarbeit der Laien und Freiwilligen in den Pastoralräumen fördern. Dieses Thema wir den Seelsorgerat im nächsten Jahr stark fordern.

Impulstag 2009
Neue Impulse helfen, die Kirche lebendig zu erhalten, deshalb versucht der Seelsorgerat innovative Ideen zu vermitteln. Zum Impulstag 2009 trafen sich am 14. November gegen 50, mehrheitlich freiwillig in der Kirche engagierte Laien. Unter dem Motto «Überall weht Gottes kreativer Geist» holten sie sich in Ateliers neue spirituellpastorale Impulse und wurden selber kreativ. Wenn die Kunst zum Leben wird: Dies liess Urs Heinrich (Sempach) erfahren. Seine Kunst- und Kommunikationsprojekte knüpfen überraschende Verbindungen zum Leben, zur Natur, zu Gott und den Menschen. Er machte Mut, Problemen kreativ und mit einer positiven Grundhaltung zu begegnen und dem Leben in der Gegenwart höchste Priorität zu schenken.
Im Dialog mit Kunstschaffenden, wobei durchaus auch Alltagskunst gemeint ist, kann sich kreative Liturgie entwickeln. Im Atelier von Alois Metz, Gemeindeleiter der Pfarrei St. Johannes in Luzern, wurden Kunstwerke aus verschiedenen Sparten vorgestellt. An einem Beispiel wurden die Teilnehmer angeleitet, Ideen für umsetzbare Projekte zu entwickeln. So wurden zum Beispiel zum Begriff «Steinmandli» eine
Vielzahl von Gedanken zum Leben und zur Bibel assoziiert. Angela Bucher zeigte, wie Spiritualität im Alltag mit Hilfe der Engel praktisch umgesetzt werden kann.
Und was liegt näher, als die Spiritualität in der Natur zu suchen? Hier findet sich der ganze Zyklus des Lebens. Michaela Zurfluh Merkle von der Fachstelle Pfarreientwicklung und Diakonie der Landeskirche zeigte, wie man mit offenen Sinnen im Herbst durchaus schon den Frühling finden kann. Mit einem grossen Schatz an Ideen und Anregungen kehrten die Teilnehmenden aus der Tagung zurück.


Vernetzung
Mitglieder des Seelsorgerates arbeiten im Diözesanen Seelsorgerat mit. Auf Bistums ebene wurden die Geschiedenen-Pastoral und die Kirchlichen Berufungen diskutiert. Dabei wurde auch über die Landesgrenze in Erzdiözese Freiburg im Breisgau (D) geblickt und Vergleiche mit dem Bistum Basel gezogen.
Am jährlichen Treffen der Seelsorgeräte aus der ganzen Schweiz in Delémont wurde festgestellt, dass der Einfluss der Laien und Freiwilligen in der katholischen Kirche der Schweiz stark zurück geht. Die Errungenschaften des 2. Vatikanischen Konzils, wo das Mitwirken der Laien und Freiwilligen an einer lebendigen Kirche begründet wurde, werden heute durch die Bischöfe mehr und mehr in Frage gestellt.
Hier gilt es für die Laien aktiv zu werden und den Auftrag aus dem Konzil wieder vermehrt einzufordern.


Markus Muheim
Präsident

Jahresbericht 2009