• Kirche ist Kirche,
    wenn sie für andere da ist






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Herbst Impulstagung 2015 "Kleine christliche Gemeinschaften"

Eine neue Art Kirche sein

impulstagung 2016 005

Wie kann/soll die Kirche der Zukunft leben? Mit dieser Frage befassten sich rund 50 Personen aus 26 Pfarreien bei der diesjährigen Herbst-Impuls-Tagung des Kath. Seelsorgerates des Kantons Luzern am 24. Okt. 2015 in Baldegg. Die Tagung stand unter dem Thema „Kleine christliche Gemeinschaften – Theorie und Praxis lokaler Kirchenentwicklung“. Referenten waren Pastoralraumpfarrer Hans Zünd (ehemals Pastoralamtsleiter des Bistums Basel) und die Moderatorinnen Susi Limacher und Hilde Müller von Ortsgemeinschaften aus dem Pastoralraum Neuhausen-Hallau (Kanton Schaffhausen).

 

Die Idee der „Kleinen christlichen Gemeinschaften“ (KCG) hat ihren Ursprung im II. Vatikanischen Konzil (1962-65) mit seinem biblisch-erneuerten Verständnis von Kirche als „Volk Gottes“, in dem jede/r kraft Taufe und Firmung zum Aufbau der Kirche ermächtigt ist. Kleine christliche Gemeinschaften – auch Basisgemeinden genannt - sind denn auch vermehrt nach dem Konzil zeitgleich in Lateinamerika, in Asien (vor allem auf den Philippinen) und Afrika entstanden und heute in fast allen Ländern verbreitet. Wenn es auch regionale Unterschiede gibt, gemeinsame Merkmale solcher KCG’s sind: Klerus und Laien arbeiten geschwisterlich zusammen, im Zentrum stehen Christus und sein Evangelium, soziales Engagement je nach Charisma, Kirche wird als relativ eigenständige Gemeinschaft im Nahraum gelebt. KCG stehen so für eine neue Art, Kirche zu sein: Kirche als „Gemeinschaft von Gemeinschaften“, als eine missionarische Kirche in der Welt, die die Bedürfnisse der Menschen ernst nimmt und nicht mehr nur als sakramentale Dienstleistungs-Organisation wahrgenommen wird.

 

Das Feuer des Glaubens neu entfachen

Auch wenn laut Pastoraler Entwicklungsplan PEP des Bistums Basel die Bildung von „Gemeinschaften des Glaubens“ impulstagung 2016 001einer der pastoralen Schwerpunkte der Zukunft sein soll, hat solch pastoraler Umbruch es schwer. Am Anfang gibt es fast nur Widerstand, so auch die eigene Erfahrung des Referenten. Darum gelte es, vor allem das „Feuer des Glaubens“ neu zu entfachen (z.B. durch Glaubensseminare), Emotionen anzusprechen, je nach Situation Fachgruppen zu bilden (z.B. Diakonie, Liturgie), möglichst viele, auch neue Personen einzubeziehen, keinen Druck auszuüben, Zeit zu lassen zum Umdenken, etwas in Freude werden zu lassen, nicht das Unmögliche zu suchen, aber das Mögliche zu tun, die Vision im Auge zu behalten und nicht zuletzt sich vom Geist Gottes leiten zu lassen. Die Moderatorinnen aus zwei Ortsgemeinschaften gaben mit ihren Erfahrungsberichten einen Einblick in deren konkrete Arbeit.

impulstagung 2016 019In Gruppen diskutierten die Tagungs-Teilnehmenden über die Chancen und Schwierigkeiten beim Aufbau von KCG in ihren Pfarreien. Hans Zünd fasste die Ergebnisse mit diesen Stichworten zusammen: Visionen wecken und Grundhaltungen prägen, „Gefässe“ schaffen (z.B. Projekte), Nahraum-Gruppen bilden, am Leben, bei den Bedürfnissen anknüpfen, zu den Wurzeln zurückkehren und das Gebet pflegen. Mit einer Eucharistiefeier ging diese bereichernde Tagung zu Ende.

Präsentation von Hans Zünd
Fotoprotokoll

 

 

Impressionen aus der Herbsttagung

Präsentation der Gruppenarbeit