• Kirche ist Kirche,
    wenn sie für andere da ist






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Klausurtagung 2013 "Aufbruch mit dem II. Vatikanischen Konzil HEUTE"

 Aufbruch mit dem II. Vatikanischen Konzil HEUTE war das Thema der Klaustagung 2013
„Katholisch-sein: selber gehen, aber nicht allein, sondern solidarisch mit anderen zusammen. Man kann nie allein und gegen andere katholisch sein.“ Mit dieser These von Leo Karrer befasste sich der Kath. Seelsorgerat des Kantons Luzern KSRL zusammen mit Dr. Urban Fink auf seiner diesjährigen Klausurtagung am 9. Nov. 2013 in Hildisrieden.

 

klausur1302Urban Fink, seit 2004 Redaktionsleiter der Schweizerischen Kirchenzeitung SKZ, stellte das Thema in einen historischen Kontext: Vorgeschichte des II. Vatikanischen Konzils – Konzilsgeschehen 1962-1965 – Konzilsrezeption – kirchliche Situation in der Schweiz bzw. im Kanton Luzern – Wege aus der kirchlichen Sackgasse und den aktuellen Polarisierungen.

Das Konzil hat die Kirche nachhaltig verändert (Liturgiereform, Selbstverständnis als Volk Gottes) – trotz mancher Rückschritte und Polarisierungen. Man dürfe aber nicht bei 1965 stehen bleiben, sondern müsse das Konzil „weiterschreiben“, gerade auch im Blick auf die heutige komplexe gesellschaftliche und kirchliche Situation. Angesichts des Personalmangels bei Priestern und LaientheologInnen stellte Urban Fink die Frage, „wie weit die bisherige Pfarrei überleben kann, ob nicht neue Wege gesucht werden müssen, ohne dass die Pfarreiangehörigen überfordert werden“.

Konkrete Anstösse für Wege aus der kirchlichen Sackgasse und zur Überwindung von Polarisierungen stellte Urban Fink an drei Personen vor: Timothy Radcliffe geht in seinem Buch „Warum Christ sein? Wie der Glaube unser Leben verändert“ den Ursprüngen innerkirchlicher Spaltungen nach. Um diese zu überwinden brauche es Mut, eine „skandalöse Freiheit“, eine Spiritualität des Dialogs und entsprechende Orte für angst- und vorurteilslose Gespräche. Hoffnungsvolle Signale sende auch Papst Franziskus seit seinem Amtsantritt aus. Priorität hat für ihn die frohe Botschaft: „Jesus Christus hat dich gerettet.“ Die erste Reform müsse die der Einstellung sein, strukturelle Reformen seien sekundär. Seine Vision: „Ich träume von einer Kirche als Mutter und als Hirtin. Die Diener der Kirche müssen barmherzig sein, sich der Menschen annehmen, sie begleiten…, Wunden heilen.“ Also Freiheit und „keine spirituelle Einmischung in das persönliche Leben“! Für eine „Kultur der Barmherzigkeit“ - weil in Kirche, Theologie und Gesellschaft vernachlässigt - plädiert denn auch Walter Kardinal Kasper in seinem 2013 in 3. Auflage erschienenen Buch: „Barmherzigkeit - Grundbegriff des Evangeliums - Schlüssel christlichen Lebens“.

In Gruppen berichteten die Seelsorgerats-Mitglieder von ihren persönlichen Glaubensprägungen  und diskutierten praktische Konsequenzen aus dieser Fülle von Impulsen. Mut, Offenheit, Toleranz, angstfreie Dialoge und Begegnungen ermöglichen, Zeit und Geduld, waren Stichworte, die immer wieder erwähnt wurden und nun darauf warten, umgesetzt zu werden.