Brechen wir auf, gehen wir hinaus, um allen das Leben Jesu Christi anzubieten! … Ich will keine Kirche, die darum besorgt ist, der Mittelpunkt zu sein, und schließlich in einer Anhäufung von fixen Ideen und Streitigkeiten verstrickt ist. Wenn uns etwas in heilige Sorge versetzen und unser Gewissen beunruhigen soll, dann ist es die Tatsache, dass so viele unserer Brüder und Schwestern ohne die Kraft, das Licht und den Trost der Freundschaft mit Jesus Christus leben, ohne eine Glaubensgemeinschaft, die sie aufnimmt, ohne einen Horizont von Sinn und Leben. Ich hoffe, dass mehr als die Furcht, einen Fehler zu machen, unser Beweggrund die Furcht sei, uns einzuschließen in die Strukturen, die uns einen falschen Schutz geben, in die Normen, die uns in unnachsichtige Richter verwandeln, in die Gewohnheiten, in denen wir uns ruhig fühlen, während draußen eine hungrige Menschenmenge wartet und Jesus uns pausenlos wiederholt: » Gebt ihr ihnen zu essen! « (Mk 6,37). (49)

 

22 impuls 1017

 

Fünf Brote und zwei Fische –
Gabe eines Kindes,
gegeben für viele Menschen.
Brot und Wein,
dein Fleisch und Blut –
gegeben für viele,
für alle,
die Hunger haben und Durst,
die das Leben suchen,
und den Lebendigen,
Jesus Christus,
Nahrung und Kraft.         

Marie-Louise Langwal

                      Foto: Gregor Gander


Fragen:
Welche Themen oder Fragen stehen bei unseren Beratungen im Mittelpunkt?
Erlauben wir es uns gegenseitig, Fehler zu machen?
Finden in unserer Pfarrei / Pastoralraum Menschen Quellen und Angebote um ihren Hunger nach geistig-spiritueller Nahrung zu stillen?

Spiritueller Impuls 10-2017