Evangelisierende mit Geist sind Verkünder des Evangeliums, die beten und arbeiten. Vom Gesichtspunkt der Evangelisierung aus nützen weder mystische Angebote ohne ein starkes soziales und missionarisches Engagement noch soziales oder pastorales Reden und Handeln ohne eine Spiritualität, die das Herz verwandelt. Diese aufspaltenden Teilangebote erreichen nur kleine Gruppen und haben keine weitreichende Durchschlagskraft, da sie das Evangelium verstümmeln. Immer ist es notwendig, einen inneren Raum zu pflegen, der dem Engagement und der Tätigkeit einen christlichen Sinn verleiht. Ohne längere Zeiten der Anbetung, der betenden Begegnung mit dem Wort Gottes, des aufrichtigen Gesprächs mit dem Herrn verlieren die Aufgaben leicht ihren Sinn, werden wir vor Müdigkeit und Schwierigkeiten schwächer und erlischt der Eifer. Die Kirche braucht dringend die Lunge des Gebets. (262)

 

23 impuls 1117

 

 

Sechs Tage sollt ihr arbeiten,
den siebenten Tag aber sollt ihr heilig halten als einen Sabbat völliger Ruhe,
heilig dem HERRN.

2. Mose 35,2a

 

 

                 Foto: Gregor Gander

Fragen:
Wie pflege ich meine, wie pflegen wir unsere Spiritualität? Beginnen wir z.B. eine Sitzung im Pfarrei- oder Kirchenrat mit einem Gebet, einer Meditation, einem geistlichen Impuls?
Bringe ich all mein Tun, meine Begegnungen mit anderen regelmässig im Gebet vor Gott?
Aus welchen Quellen schöpfe ich Kraft?


Spiritueller Impuls 11-2017