• Kirche ist Kirche,
    wenn sie für andere da ist






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    wenn sie für andere da ist






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    wenn sie für andere da ist






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    wenn sie für andere da ist






  • Kirche ist Kirche,
    wenn sie für andere da ist



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Klausurtagung 2012 "Langer Atem – zwischen Vision und Wirklichkeit"

Die Thesen von Leo Karrer, die im Mittelpunkt der Klausurtagung am 17. November 2012 standen,  können Sie hier nachlesen:
Langer Atem —zwischen Vision und Wirklichkeit
THESEN

1.    Impuls zur Analyse der Situation der Kirche: Umbruch mit Abbruch und Aufbruch (von der versorgten zur mitsorgenden Pfarrei)
1.1. Für die ältere Generation war noch die Sozialform des Katholizismus (1850-1960) entscheidend. Es war eine relativ geschlossene Kirchenheimat, in der der Klerus aktiv war und die Laien passiv waren (zwei Stände im Innenraum der Kirche). Aber im gesellschaftlichen und öffentlichen Leben sind die Laien unter Führung des Klerus äusserst engagiert geworden (Subjekte des Handelns).
1.2. Durch das Zweite Vatikanische Konzil erwachten nun auch die Laien als aktive Subjekte innerhalb der Kirche (Volk Gottes). Gleichzeitig erfolgt unter gesellschaftlichen Einflüssen ein Rückgang des kirchlichen Lebens auf breiter Front.
1.3. Es entstanden viele Kirchenbilder auf dem Weg von einer statischen Kirche zu einer dynamischen Kirche.
1.4. Die Anliegen des Konzils (Bedeutung der Pfarrei als Kirche am Ort, Mitarbeit der Laien, ökumenisches Anliegen und interreligiöser Dialog...) führen zu einem Pluralismus in der Kirche mit allen Aufbrüchen und Spannungen zwischen bewahrenden und fortschrittlichen Kräften. In dieser Konfliktsituation stellt sich die Frage: Kirche wohin?


2.    Impuls zur Vision: Was Kirche unverzichtbar macht
2.1. Im Zentrum der Kirche als Gemeinschaft stehen der Weg und die Botschaft Jesu von Nazaret, der uns den Glauben eröffnet hat, dass es Gott um das Heil eines jeden Menschen geht ("Leben in Fülle", Jo 10,10).
2.2. Die Kirche als Glaubensgemeinschaft entfaltet diesen Glauben durch die Grundvollzüge Verkündigung, Gottesdienst und Nächstenliebe (Diakonie) bzw. durch Glaube-Hoffnung-Liebe.
2.3. Einheit von Menschen- und Gottesliebe (Karl Rahner): Kirche dient einer Liebe, die sie nicht selber erfüllt.
2.4. Das spezifisch Christliche meint das entscheidend Menschliche.
2.5. In jedem quantitativen Teil der Kirche (z.B. Pfarrei, Räte, Kloster...) ist qualitativ immer die ganze Kirche anwesend, wenn wir "in Seinem Namen beisammen sind" (Mtt 18,20).


3. Impuls zur Zukunft der Kirche
3.1. Leitlinie für das Handeln: erreichbar für den einzelnen Menschen und kritisch-prophetisch präsent im gesellschaftlichen Umfeld.
3.2. Die Orte der Kirche sind die Lebens-Orte der Menschen: Brücken zu den Menschen und ihrer (modernen) Lebenswelt (dort sind die Dienstanweisungen Gottes zu suchen).
3.3. Katholisch-sein: selber gehen, aber nicht allein, sondern solidarisch mit anderen zusammen. Man kann nie allein und gegen andere katholisch sein.
3.4. Keine Zeit grosser pastoraler Ernte im Sinn der Volkskirche, sondern eine Zeit des Säens.
3.5. Treue zum Anliegen — auch wenn sich unsere Naherwartungen auf einen Kirchenfrühling verzögern.
3.6. Kirche nicht zu gross und Gott nicht zu klein denken: "Brich auf und werde ein Segen" (Gen 12,2).
3.7. Die Aufgabe des KSRL liegt wohl darin, die Entwicklung im kirchlichen und pastoralen Leben wahrzunehmen und der Basis bzw. dem Volk Gottes eine Stimme zu leihen. Dabei geht es um ein Forum für Beratung und Initiativen   (z.B. für die Freiwilligenarbeit…), für die Kooperation mit den entsprechenden Stellen, Kommissionen und pastoralen Projekte, die auf kantonaler Ebene zu vernetzen sind. Dem dient auch die Sorge um die Vertiefung und Förderung der eigenen Motivation.

klausur1201